Ein schweres Unwetter, ein Unfall oder ein anderes außergewöhnliches Ereignis. Manchmal entstehen Fotos, die für Zeitungen interessant sind. Doch wie viel zahlen Redaktionen für solche Aufnahmen. 20 Euro, 50 Euro oder sogar mehrere hundert Euro?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Entscheidend ist zunächst, wie und wo das Foto verwendet wird. Neben Auflage und Reichweite des Mediums spielen vor allem die Nutzungsrechte eine Rolle. Erscheint die Aufnahme nur einmal in der gedruckten Zeitung oder zusätzlich auf der Website und in sozialen Netzwerken? Darf die Redaktion sie später erneut verwenden? Und erhält sie das Foto exklusiv?
Fotos an Zeitungen verkaufen: Wie hoch ist das Honorar für Pressefotos?
Entsprechend groß ist die Spanne bei den Honoraren. Für eine einfache Veröffentlichung bei einem kleineren Medium können beispielsweise 15 bis 50 Euro gezahlt werden. Bei größeren Medien, umfangreicheren Nutzungsrechten oder besonders interessanten Motiven sind auch 50 bis 150 Euro möglich. Das sind allerdings nur grobe Größenordnungen. Was tatsächlich gezahlt wird, unterscheidet sich je nach Redaktion und Vereinbarung erheblich.
Neben der Nutzung bestimmt vor allem der Nachrichtenwert den Preis. Gibt es von einem Ereignis bereits zahlreiche Aufnahmen von Agenturen und anderen Fotografen, ist die eigene Verhandlungsposition eher schwach. Das gilt selbst dann, wenn das Foto technisch einwandfrei ist.
Nutzungsrechte: Was Fotografen beim Verkauf von Fotos beachten müssen
Anders sieht es aus, wenn ein Fotograf einen wichtigen Moment festgehalten hat, von dem kaum oder gar keine anderen Bilder existieren. Eine solche Aufnahme kann für Redaktionen deutlich wertvoller sein. Kommt noch Exklusivität hinzu, sind auch mehrere hundert Euro möglich. Solche Honorare sind allerdings eher die Ausnahme.
Vor der Weitergabe sollten Fotografen deshalb nicht nur über den Preis sprechen, sondern auch klären, welche Rechte sie dafür abgeben. Eine einmalige Veröffentlichung in der gedruckten Zeitung ist etwas anderes als die zeitlich unbegrenzte Nutzung in Print, online und auf Social Media. Je umfangreicher die eingeräumten Rechte, desto höher sollte auch das Honorar ausfallen.

